Wie vermeiden Sie Betrug und Phishing in Ihrem Webshop, ohne dabei Verkäufe zu verlieren? Betrug mit gestohlenen Kartendaten und gehackten Zahlungsformularen kostet dänische Webshops jeden einzelnen Tag wertvolle Einnahmen.
Tatsächlich berichtete der dänische Handelsverband (Dansk Erhverv), dass 38 % der dänischen Online-Shops im Jahr 2024 von Betrugsversuchen betroffen waren. Die verbreitetsten Methoden waren Phishing und die Nutzung gestohlener Kreditkarten.
Moderne Betrugsbekämpfung bedeutet, automatisierte Sicherheitssysteme, intelligente Authentifizierungsabläufe und schnelle manuelle Routinen zu kombinieren. Für Sie als Webshop-Besitzer bedeutet dies Schutz vor Einnahmenverlusten, verlorenem Kundenvertrauen und Zusatzkosten – ganz ohne Kompromisse bei einer reibungslosen Customer Experience.
Hier erhalten Sie 7 konkrete, praxiserprobte Tipps, um Ihren Webshop zu schützen, Ihre Transaktionen abzusichern und Vertrauen bei Ihren Kunden zu schaffen.
Der Inhalt
- Wichtige Klarstellung: Unterschied zwischen Angriffen auf Ihren Shop und Bestellbetrug
- 1. Lernen Sie, die digitalen Spuren der Betrüger zu erkennen
- 2. Aktivieren Sie 3D Secure und starke Kundenauthentifizierung (SCA)
- 3. Nutzen Sie KI und automatische Betrugserkennung in Ihrem Payment Gateway
- 4. Bieten Sie sichere und flexible Zahlungsmethoden an (MobilePay und Wallets)
- 5. Seien Sie vorausschauend in einer sich ständig verändernden Landschaft (PSD2 zu PSD3)
- 6. Schützen Sie den Shop vor technischen Angriffen und Phishing
- Wählen Sie einen sicheren und flexiblen Zahlungspartner
Wichtige Klarstellung: Unterschied zwischen Angriffen auf Ihren Shop und Bestellbetrug
Bevor wir die sieben Tipps durchgehen, ist es entscheidend, zwischen technischen Angriffen auf Ihre Plattform und Betrug bei Bestellungen im Checkout-Prozess zu unterscheiden:
| Angriffsart | Was passiert? | Beispiel | Primäre Lösung |
|---|---|---|---|
| Technische Angriffe & Phishing | Hacker kompromittieren den Code Ihres Webshops, um Ihre Kunden zu täuschen. | Ein falsches Formular wird im Checkout installiert und fängt Kartendaten ab. | Grundlegende Wartung, Systemaktualisierungen und Testkäufe. |
| Betrug mit gestohlenen Karten | Betrüger nutzen gestohlene Kartendaten, um Bestellungen aufzugeben. | Kaufabwicklung in einem ansonsten sicheren und voll funktionsfähigen Webshop. | Transaktionsüberwachung, Zahlungsbetrugserkennung und risikobasierte Prüfungen. |
Die primären Tipps in diesem Artikel konzentrieren sich darauf, betrügerische Bestellungen zu identifizieren und zu stoppen, während technische Angriffe durch laufende Plattformpflege gehandhabt werden.
1. Lernen Sie, die digitalen Spuren der Betrüger zu erkennen
Effektiver Schutz bedeutet, starke Systeme mit einem wachsamen, menschlichen Auge zu kombinieren. Während eine automatisierte Betrugsüberwachung über Ihr Payment Gateway das meiste abfängt, sind manuelle Überprüfungen eine wichtige Ergänzung. Die Fähigkeit, verdächtige Muster in Daten zu erkennen, bevor eine Bestellung versendet wird, ist hierbei ein entscheidendes Werkzeug.
Ein Betrüger hinterlässt nämlich oft digitale Spuren. Wenn Sie wissen, worauf Sie achten müssen, können Sie und Ihr Team Warnsignale schnell erkennen.
Geografische Unstimmigkeiten
Stammt die Bestellung aus einem Land, in das Sie normalerweise nicht liefern? Überprüfen Sie, ob die Lieferadresse in einem Land liegt, während die IP-Adresse des Kunden einen völlig anderen Standort anzeigt. Sie können IP-Adressen mit Tools wie IP2Location nachschlagen.
Untypisches Bestellverhalten
Seien Sie wachsam bei Bestellungen, die deutlich über dem Durchschnitt liegen – insbesondere wenn es sich um einen Erstkunden handelt. Betrüger versuchen oft, den Wert zu maximieren, bevor eine gestohlene Karte gesperrt wird. Achten Sie auch auf mehrere schnelle Käufe desselben Kunden innerhalb kurzer Zeit.
Abweichende Kundenangaben
Stimmt der Name auf der Kreditkarte nicht mit dem Namen des Empfängers überein oder weichen Liefer- und Rechnungsadresse ohne offensichtlichen Grund (z. B. ein Geschenk) stark voneinander ab? Das sollte die Alarmsignale auslösen.
Verdächtige Login-Aktivitäten
Viele fehlgeschlagene Login-Versuche von derselben IP-Adresse können auf einen Brute-Force-Angriff hindeuten. Dies wird genutzt, um bestehende Kundenkonten zu übernehmen.
Indem Sie diese Muster in Ihrem Bestellfluss überprüfen, schaffen Sie einen starken, menschlichen Filter, der die automatische Überwachung ergänzt.
2. Aktivieren Sie 3D Secure und starke Kundenauthentifizierung (SCA)
Starke Kundenauthentifizierung (SCA) ist eine gesetzliche Anforderung für Online-Zahlungen in Europa unter der PSD2-Richtlinie, die sowohl Ihr Unternehmen als auch Ihre Kunden vor unbefugter Kartennutzung schützt.
Durch die Anforderung von zwei unabhängigen Faktoren bei Kartenzahlungen (z. B. 3D Secure mit MitID oder SMS-Code) wird die Identität des Karteninhabers mit hoher Sicherheit bestätigt. SCA gilt jedoch nicht nur für Karten; Freigaben in der MobilePay-App nutzen ebenfalls eine Zwei-Faktor-Authentifizierung, bei der der Zugriff auf das Telefon und die App die Sicherheit gewährleistet.
3. Nutzen Sie KI und automatische Betrugserkennung in Ihrem Payment Gateway
Moderne Payment Fraud Detection nutzt künstliche Intelligenz, um Millionen von Transaktionen in Echtzeit zu analysieren, sodass Bedrohungen sofort erkannt werden. KI ist zu einem der neuesten Werkzeuge der Betrüger geworden, aber in hohem Maße auch Ihr bester Verteidigungsmechanismus.
Anstatt alle verdächtigen Käufe manuell zu blockieren, verwenden fortschrittliche Zahlungssysteme eine risikobasierte Analyse:
Geringes Risiko
Bei ganz normalen Käufen wird eine Standardgenehmigung oder eine schnelle Ausnahme ausgelöst, sodass der Kunde einen reibungslosen Checkout erlebt.
Hohes Risiko
Bei Transaktionen mit ungewöhnlichen Mustern werden zusätzliche Sicherheitsprüfungen durchgeführt oder die Transaktion wird automatisch von der Bank des Kunden abgelehnt.
Dies stellt sicher, dass die Sicherheit Ihres Online-Shops im Hintergrund aufrechtzuerhalten wird, ohne Ihren tatsächlichen Verkäufen im Weg zu stehen.
4. Bieten Sie sichere und flexible Zahlungsmethoden an (MobilePay und Wallets)
Das Angebot mehrerer und modernerer Zahlungsoptionen stärkt Ihre Sicherheit und erhöht gleichzeitig Ihre Konvertierungsrate.
Alternative Zahlungsmethoden wie MobilePay, Apple Pay und Google Pay verfügen über eine integrierte starke Authentifizierung direkt auf dem Gerät des Nutzers (z. B. über TouchID, FaceID oder persönlichen Code). Wenn Ihre Kunden digitale Wallets über eine professionelle und bekannte Zahlungsmethode nutzen, minimieren Sie das Risiko der manuellen Eingabe von Kartendaten.
5. Seien Sie vorausschauend in einer sich ständig verändernden Landschaft (PSD2 zu PSD3)
Der Kampf gegen Betrug ist ein ständiges Wettrennen, bei dem die Gesetzgebung kontinuierlich verschärft wird, da die Methoden der Betrüger immer ausgereifter werden. Was gestern noch sicher genug war, kann morgen schon eine offene Tür sein.
Während die PSD2-Richtlinie die Starke Kundenauthentifizierung (SCA) und 3D Secure zum Standard machte, steht der Nachfolger PSD3 bereits bevor. Die neue Richtlinie legt noch größeren Wert auf proaktive Betrugsbekämpfung und verschärft die Anforderungen an die Sicherheit Ihrer Zahlungslösung. Dies umfasst unter anderem einen erweiterten Schutz bei neuen Betrugsformen wie Spoofing, bei dem sich Betrüger als Bank des Kunden ausgeben.
Um vollständige Compliance zu gewährleisten, sollte Ihr Unternehmen stets aktualisierte Acquirer-Verträge und Gateways nutzen, die der gesetzlichen Entwicklung automatisch folgen.
6. Schützen Sie den Shop vor technischen Angriffen und Phishing
Um Ihre Kunden vor direkten Phishing-Angriffen und gefälschten Zahlungsformularen im Checkout zu schützen, muss das technische Fundament Ihres Webshops stimmen:
Halten Sie alles auf dem neuesten Stand
Führen Sie regelmäßige Updates Ihrer Webshop-Plattform (z. B. WooCommerce, PrestaShop, Magento oder Shopify) sowie aller zugehörigen Plugins und Themes durch. Dies schließt Sicherheitslücken, nach denen Hacker suchen.
Führen Sie regelmäßige Prüfungen durch
Führen Sie in regelmäßigen Abständen einen Testkauf durch, um sicherzustellen, dass der Zahlungsvorgang genau so aussieht und funktioniert, wie er sollte.
Nutzen Sie ein extern gehostetes Zahlungsformular
Stellen Sie sicher, dass Kartendaten über ein sicheres Payment-Gateway eingegeben werden, damit sensible Daten niemals Ihren eigenen Server berühren.
7. Wählen Sie einen sicheren und flexiblen Zahlungspartner
Der letzte und wichtigste Rat betrifft Ihre Zahlungslösung. Sie ist das Herzstück Ihres Webshops, und veraltete Systeme können weder modernen Bedrohungen standhalten noch den Erwartungen der Kunden gerecht werden.
Anstatt selbst komplexe Sicherheitsmodule zusammenzustellen und zu warten, geht es darum, einen Zahlungspartner zu wählen, bei dem proaktiver Schutz ein fester Bestandteil des Fundaments ist.
Bei pensopay ist es unsere Mission, auf Ihr Geschäft aufzupassen. Unsere Plattform ist um einen automatischen Schutz rund um die Uhr herum aufgebaut:
3D Secure 2.0
Sichert die vollständige Einhaltung der SCA-Anforderungen.
Große Auswahl an Zahlungsmethoden
(MobilePay, Apple Pay, Visa, Mastercard) bietet Flexibilität und Sicherheit.
Laufende Risikobewertung
Läuft automatisch über unseren Fraud Fighter, bei dem jede Transaktion überprüft wird, sodass Sie Betrug vermeiden und sich stattdessen auf das Wachstum konzentrieren können.
Was gestern noch sicher genug war, kann morgen schon eine offene Tür für Betrüger sein.
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Team pensopay
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